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Freitag, 19. August 2022, 11:00

Französische M1754 oder doch eine M1728 ?

Die M1754 ist auf 140cm gekürzt worden was auch die fehlende Feder des vorderen Ringes und die nach unten versetzte Bajonettwarze erklärt.Hergestellt laut Schlossbezeichnung in Saint-Étienne bei Pellier .
Es ist wohl militärisch abgeändert worden.
Nach Recherche in verschiedener Literatur bin ich mir nicht sicher ob die Bezeichnung M1754 hier korrekt ist. Gerade in Bezug auf der nicht vorhandenen Feder des mittleren Laufhalteringes. Der Unterschied der Schlösser M1728, M1745 ,M1754 ist mir auch nicht so recht ersichtlich. Kaliber 17,8mm Schlosslänge 165mm.Dazu passend aber auch zugehöriges Bajonett(?) von 52,5cm Länge auf Klinge 43cm und Tülle 7,5cm.
Eine fachliche Meinung würde mich dazu interessieren.
Ein schönes Wochenende
Grüße Claus69
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corrado26

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Freitag, 19. August 2022, 16:56

Einer der auf den ersten Blick sichtbarer Unterschied zwischen dem Infanteriegewehr M 1728 und M 1754 ist, dass das Gewehr M 1728 an der linken Schaftseite rechts von der hinteren Schlossschraube im Schaft verschraubt eine Riemenöse besitzt - siehe Bilder von linker Seite und Schloss 1728. Da Ihr Gewehr dieses Detail links am Schaft nicht besitzt, sondern die hintere Riemenöse vor dem Abzugsbügel angebracht ist, handelt es sich eindeutig um ein M 1754. Die Schlösser beider Modelle sind sehr ähnlich, allerdings ist der Pfannentrog beim M 1754 tiefer ausgefräst und der Hals des Hahns ist etwas stärker dimensioniert und damit bruchsicherer ausgeführt.
Im Übrigen wurde Ihre Gewehr nicht von einem Büchsenmacher Pellier gefertigt, sondern der in St. Etienne tätige Produzent der Waffe hieß [b]Jean Gillier,[/b] geboren in St. Etienne 1713 und dort 1775 gestorben.

Die Kürzung ist mit Sicherheit nicht beim französischen Militär geschehen, die genannte Gesamtlänge ist im gesamten 18. Jahrhundert an französischen Militärwaffen unbekannt.
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Freitag, 19. August 2022, 19:13

Vielen Dank für die wertvolle Erklärung corrado26 !

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