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Freitag, 12. Februar 2021, 18:50

Offiziersdegen Schweiz 1750?

Hallo zusammen. Hier die letzte interessante Blankwaffe des Heimatmuseums. Ein Degen für Offiziere aus dem 18. Jahrhundert. Die Klinge wurde ergänzt und ist deutlich jünger. Mit Weyersberg-Königskopfmarke und geätzten Verzierungen. Jedenfalls recht grobe Arbeit, der Griff ist nicht sauber zusammengesetzt worden. Den Griff kann ich nicht so recht zuordnen. Er ähnelt dem Offiziersdegen aus Österreich Modell 1750. Weiss hier jemand mehr? Die Scheide ist auch nicht passgenau, eventuell stammt sie noch von der Vörgängerklinge. Der Zustand ist nicht so toll, am Schlimmsten ist, dass irgend so ein "ähem" Trottel ein Loch ins Stichblatt gebohrt hat, zwecks Aufhängen. :cursing: Die Vergoldung ist grösstenteils weg. Auf der Klinge sind ein paar Rostnarben.
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Samstag, 13. Februar 2021, 16:43

Hallo Microraptor, ich bin deiner Ansicht, dass zu diesem Gefäss ursprünglich keine Rückenklinge, sondern eine zweischneidige Klinge gehörte. Ich muss in meiner Sammlung nachsehen. Ich glaube, das Gefäss entspricht dem Degen für Artillerie Offiziere des Kantons Bern aus dem 18. Jh. Ich habe einen Gruner Degen aus dem 18. Jh., den ich vor Jahren an der Waffenbörse Luzern gekauft habe. Dieser hat auch Spiraldekor am Gefäss. Auch die Zürcher Of trugen solche Degen mit Spiraldekor, die Kantone haben einander alles abgeschaut und Vorbild waren oft Modelle ausländischer Ordonnanz. Danke fürs Zeigen, ein sehr schöner Degen, wenn auch gelocht.

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Freitag, 19. Februar 2021, 08:54

Art-Off-Degen Zürich

Degen
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Freitag, 26. März 2021, 20:56

Degen für Artillerie Offiziere Bern Modell 1742

Hier noch die Bilder vom Gruner Degen.
Die Inschrift lautet: Gruner in Bern me fecit. Das heisst Grunder in Bern - überflüssigerweise noch in Latein "hat mich hergestellt".
Es folgen noch Aufnahmen des Zürcher Degens mit einer Ansicht der Klingengravur.
Charakteristisch am Berner Degen ist die S-förmig geschwungene Parierstange.
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Samstag, 27. März 2021, 08:01

Vielleicht ein kleiner Hinweis dazu, warum sich über der Darstellung des bewehrten Löwen eine Krone befindet, etwas, das man bei der Schweiz nicht ohne weiteres erwarten würde:

Die Krone auf den hoheitlichen Zeichen der Kantone nach 1700 ist nicht Ausdruck monarchistischer Gesinnung und keineswegs eine Anspielung auf mittelalterliche Herrschaftsdynastien wie z.B. die Zähringer und deren Gebietsansprüche. Vor 1648 (Westfälischer Friede) symbolisierte die Krone die unmittelbare Zugehörigkeit zum heiligen römischen Reich deutscher Nation ohne einen "fremden" Herrscher dazwischen. Nach 1648 wurde die Krone zum Symbol der kantonalen Souveränität, der gemeinsamen Freiheit gegen außen. Eine Krone - im Aussehen eigentlich identisch mit der Darstellung auf dem Säbelklinge - ziert z.B. auch die Rückenlehne des Berner Schultheißenthrons aus dem 18. Jahrhunderts.