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Mittwoch, 17. März 2021, 18:59

Kavalleriepistole AnIX

Ein Stück aus meiner Sammlung

Kavalleriepistole an IX

Frankreich um 1804

Gesamtlänge- 355mm

Lauflänge- 200mm

Kaliber 17,1mm

Gewicht- 1340g

Nußbaumschaft


Lauf: Glatter, runder Lauf am hinteren Ende mit seitlichen Flachschliffen, Befestigung
mittels Schraube am Schwanzschraubenblatt und einen Laufring vorne.



Batterieschloss- Vermutlich Manufakture Charleville,
abgerundete Schlossplatte mit herzförmig durchbrochenen abgerundeten Hahn.
Pulverpfanne aus Messing.



Beschläge: Unterer und oberer Kolbenbügel aus Eisen, Laufring , Schloßgegenplatte,
Abzugsbügel und Kolbenkappe aus Messing, auf allen Messingbeschlägen- Kontrollstempel.
Der Laufring wird mit einer Laufringfeden in seiner Lage gehalten.



Ladestock: Der Ladestock aus Eisen wird mit einer Schaftfeder im Schaft fixiert.


Signaturen: Am Lauf linkseitig in Höhe der
Pulverkammer ein P unterhalb gerade
noch sichtbar An13 .Lauf rechte Seite in Höhe der Pulverkammer ein J unter Blume hier könnte es sich um Jean Baptiste Jacquesson, Inspecteur Charleville 1804-1807 handeln. Neben den
Zündkanal RF für Republique Francaise.
Am Schwanzschraubenblatt ist die Schrift Mle
AN 9
zu erkennen. Am Batterieschloss:
Die Manufakture- Inschrift ist leider nicht mehr erkennbar. Mit hoher Wahrscheinlichkeit handelt
es sich um die Manufaktur Nle
Charleville
. Oberhalb ein F für Jean Baptiste LEFEVRE, Controleur
Charleville 1777 bis 1807.
Batterieschloss innenseitig- sind mehrere Poincons und ein
Namensschriftzug erkennbar. Beschläge: Auf
sämtlichen Beschlägen ist ein T sowie
wieder das F zu finden. Bei dem Schlag T handelt es sich vermutlich um Francois Tisseron Reviseur Charleville 1796- 1815. An der
Schloßgegenplatte, ein T und J.V. Am Schaft sind die Umrisse eines Brandstempel noch sichtbar.



Besonderheiten: Der Zustand der mittlerweile schon äußerst raren Pistole ist dem alter
entsprechend sehr gut. Sämtliche Teile sind Nummerngleich mit XIIII
gekennzeichnet. Das Baudatum könnte man in den Zeitraum; Consulat zwischen 1800
und 1804 zuordnen.



Die Produktionszahlen dieser französischen
Ordonnanzpistole M anIX belaufen sich ca. an die 70.000Stück. Der Großteil
dieser Pistolen bzw. Teile dieser Pistolen wurden für das Nachfolgemodell
AnXIII umgebaut und weiterverwendet. Auch deshalb ist dieser Pistolentyp heutzutage schon sehr
selten geworden.



Nachweiß: Jean Boudriot Armes a Feu
Francaises Modeles Reglemantaires, Udo Lander/Fred Höfele
FranzösischeOrdonnanzpistolen 1733-1870. Bei den Angaben handelt es sich um Eigenrecherchen,
die nach besten Wissen und Gewissen gemacht wurden, Fehler sind zur Gänze nicht
ausgeschlossen.



Gruß
Josef
»josef1811« hat folgende Bilder angehängt:
  • Ansicht 1.jpg
  • Ansicht 2.jpg
  • Schloß.jpg
  • oben.jpg
  • Schloßgegnblech.jpg

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Mittwoch, 17. März 2021, 19:09

Sehr schönes Stück. Dieses Pistolenmodell finde ich optisch eines der Schönsten. Merci fürs Zeigen. :thumbsup:

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