Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Blankwaffenforum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

Samstag, 11. Juli 2020, 12:14

Frage zu unbekanntem Säbel, Variante eines preußischen M-1811?

Hallo Sammlerkollegen,

ich besitze die Überreste eines mir unbekannten Säbels, der Säbel ähnelt dem preußischen M-1811. Mein Stück ist aber kürzer und leichter als die M-1811 und hat keine Grifflappen. Ferner hat mein Säbel eine Drahtwicklung am Griff.
Stempel sind keine mehr sichtbar aufgrund der starken Korrosion. Die Klinge hat eine Hohlkehle. Die dazugehörige Scheide existiert leider nicht mehr. Der Säbel ist definitiv kein Exportmodell, er stammt aus einer alten Sammlung von Artefakten mit Bezug zu den Napoleonischen Kriegen und seine Provenienz ist lückenlos belegbar. In der Sammlung lief er unter "German sword".
Gibt es eigentlich privat beschaffte Varianten des M-1811? Mein erster Gedanke war das es sich hierbei um ein solches Stück handeln könnte. Oder ist es ein eigenständiges Modell das eventuell von einem deutschen Staat geführt wurde?

Gesamtlänge: 83 cm
Klingenlänge: 72,5 cm
Max. Klingenbreite: 3,5 cm

Ich freue mich auf Eure Antworten und bedanke mich im voraus.

Viele Grüße

Fagan
»Fagan« hat folgende Bilder angehängt:
  • img_3640.jpg
  • img_3642.jpg
  • img_3643.jpg
  • img_3644.jpg

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Fagan« (11. Juli 2020, 12:22)


2

Samstag, 11. Juli 2020, 13:27

Hallo ,
eventuell Hannover oder England ?

Gruß
Ralf

3

Samstag, 11. Juli 2020, 17:55

Der sogenannte "Blüchersäbel" wurde in verschiedenen Variationen in fast ganz Europa Verwendet. Eine genaue Zuordnung ist daher auch nicht möglich. Allerdings haben die meisten Mannschaftsmodelle Griffhülsen ohne Drahtwicklung und besitzen auch Griffkappenlappen. Möglicherweise könnte es sich bei diesem Stück um eine schwere Offiziers-Ausführung handeln. In England gab es ähnliche Stücke.

Gruss
blankhans

4

Samstag, 11. Juli 2020, 20:13

Hallo Zusammen,

vielen Dank für für Eure Meinungen!
Großbritannien als auch Hannover als mögliche Herkunftsländer sind möglich, da beide in die Schlacht von Waterloo involviert waren. Der Säbel stammt ursprünglich aus dem Cotton Museum, dessen Inventar 1909 nach der Schließung versteigert wurde. Der ehemalige Serjeant Major Edward Cotton nahm als Soldat des 7. Husaren Regiments an der Schlacht von Waterloo teil und kehrte nach seiner Dienstzeit zurück nach Waterloo um dort als Schlachtfeldführer zu arbeiten. Er eröffnete dort später ein Museum in welchem er Relikte die auf dem ehemaligen Schlachtfeld gefunden wurden auszustellen. Das Museum wurde nach Cottons Tod von seiner Familie weitergeführt. Er ist der Autor des vielbeachteten Buchs „A voice from Waterloo“ in dem er seine Erinnerungen verarbeitet und den Schlachtverlauf beschreibt.
Der oben genannte Säbel wurde 1909 unter der Losnummer 127 als „German sword“ versteigert und war seither im Inventar verschiedener privatbetriebener Museen.
Leider ist der genaue Fundort nicht mehr bekannt, so hätte ich Rückschlüsse auf die Herkunft schließen können. Nochmals danke für Eure Einschätzungen.

Viele Grüße

Fagan