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Sonntag, 2. Januar 2011, 18:05

Unbekanntes Steinschlossgewehr

Laufl.92,5 cm Kaliber: 18 m/m Gesamtl. 1,29 m Originalzustand , Ladestock fehlt. Auf der Schlossplatte TEM eingeschlagen. Am Lauf links 3 Schmiedemarken. Bitte um die Bestimmung der Waffe,Danke Liebe Grüsse Josef

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Montag, 3. Januar 2011, 13:10

Bitte Bild von "TEM", dem Mündungsbereich, dem Kolben von der Seite und den Schmiedemarken am Lauf
corrado26

3

Montag, 3. Januar 2011, 19:08

Bilder

Die bestellten Fotos sind da,hoffentlich kommst Du damit weiter,Danke
Lg Josef

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Dienstag, 4. Januar 2011, 10:20

Die Stempel am Lauf sind eindeutig: Beide Stempel lassen sich zweifelsfrei dem Fabrikationsort Zella-St.Blasii, dem heutigen Zella-Mehlis zuordnen. Zella-St.Blasii gehörte zum größeren Einzugsbereich der Suhler Waffenindustrie, mit dem man oft und viel zusammenarbeitete. Das ganze Gebiet aber gehörte zu jener Zeit zum Kurfürstentum Sachsen.

Die äußeren Merkmale des Gewehres, sein Schloss, insbesondere Beschlläge und die Kolbenform lassen zu, die Entstehungszeit des Gewehres in die Jahre von etwa 1705 bis 1710 einzuordnen. Auftraggeber dafür dürfte mit großer Wahrscheinlichkeit das Kurfürstentum Sachsen gewesen sein, welches für seine sächsische Armee, aber auch für seine in Polen agierenden Truppen - der Kurfürst von Sachsen war gleichzeitig König von Polen - enormen Bedarf an Waffennachschub hatte.

Allerdings ist das Gewehr irgendwann einmal in der Länge gekürzt worden, es dürften etwa 20-25cm des Vorderlaufs fehlen und damit auch die Bajonettwarze.
Gruß
corrado26

5

Dienstag, 4. Januar 2011, 11:32

unbek. Steinschlossgewehr

Danke Corrado 26,Ich tippte auf Preussen um 1680 bis 1700,im DWJ 1976 Heft 2 Seite 158 ist eine preuss. Steinschlosspistole mit dem gleichen Schlossgegenblech wie bei meinem Gewehr,von I.I: Behr gefertigt,
Lg JOSEF