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Dienstag, 10. November 2009, 13:57

K&K M17 Grabendolch für die Sturmtruppe Schmiedemarke ?

Hallo Sammlergemeinde, Standard Grabendolch der K&K Armee M1917 mit Abnahmestempel auf der Parierstange. Kennt jemand die Schmiedemarke bzw Hersteller ?. Danke und Gruß Michael

2

Mittwoch, 11. November 2009, 19:46

RE: K&K Grabendolch Schmiedemarke ?

Hallo Michael!
Wirklich schöner kuk M17 Grabendolch für die Sturmtruppe-- unverbastelt mit offenbar noch originaler Lederschlaufe (gab es auch in textiler Form)--gefällt sehr!! Gerade bei diesem Dolch gab es recht viele Hersteller --"zusammengetrommelt und eingespannt" während des Krieges für die bedürftige Armee, von denen nicht immer gerade viel bekannt ist....
WWF =Wiener Waffenfabrik
HWF =Heeres Waffenfabrik
siehe:
http://www.old-smithy.info/bayonets/Austrian%201895.htm
http://www.bajonett.at/
Markierungen Österreich Ungarn
mlG Gerhard
A.E.I.O.U.

3

Mittwoch, 11. November 2009, 20:14

Danke Gerhard, jetzt ist alles klar.

Gruß

Michael

4

Freitag, 11. Dezember 2009, 17:03

Servus !

Wie der Gerhard schon geschrieben hat, sehr schönes Stück !

Hier noch einige Info´s zum Kuk-Kampfmesser, ("Sturm-Messer"), Modell 1917:

Dieses Österreichisch-Ungarische Kampfmesser wurde 1917 u. 1918 in großer Stückzahl von diversen Herstellern gefertigt.
Die Klingen sind meist mit einem Herstellerkürzel oder dem Hersteller-Logo gemarkt.

Diese, (qualitativ hochwertige !), Seitenwaffe wurde bis 1939 noch von der Tschechoslowakischen Armee weiterverwendet !

Später kopierten die Italiener dieses Kampfmesser und führten deren, (nur geringfügig gegenüber dem Kuk-Modell, abgeänderte), "Ausführung" noch im Zweiten Weltkrieg.

Ebenfalls führten Ungarische Aufklärungseinheiten, (die im Zweiten Weltkrieg auf Deutscher Seite kämpften), dieses Messer als Ausrüstungsstück, welches aus noch vorhandenen "Altbeständen" ausgegeben worden ist.

Gesamtlänge 343 mm, Klingenbreite 28 mm

Herstellerbedingt gab es aber Unterschiede in den Abmessungen !

Auch bei den Scheiden gab es in Form, den Abmessungen und der Halterung für die Trageschlaufe fertigungsbedingt Unterschiede.
Üblicherweise wurde durch die Tragevorrichtung an der Scheide ein Lederriemen geführt, es gab aber auch Riemen aus Leinen.
Die Riemen sind durch den Feldgebrauch oftmals gerissen und so wurde dieses Kampfmesser auch in Tragetaschen für das Mannlicher SG M 95 versorgt.

Trageweise des Kampfmesser´s: Am Koppel neben dem Seitengewehr.

Es handelt sich hier um keine formschöne, aber dafür sehr "effektive ..." Waffe !

Mit den starken Klingen wurden vernagelte Kisten geöffnet und sogar Löcher gegraben ...


An der Front haben die Soldaten die Griffe deren Messer oftmals mit Schnitzereien versehen.
Solche, ("personifizierte"), Stücke sind schon relativ gesucht !


Gruß,

R.

5

Samstag, 12. Dezember 2009, 11:41

Hallo Reibert,
sehr schön, mal wieder "kurze" Blankwaffen zu sehen! Danke für die Bilder und den kompetenten Textbeitrag. Von mir auch ein kleiner Bildbeitrag zum Thema - allerdings nicht ganz so schön fotografiert :D
Gruß
Vadding

6

Samstag, 12. Dezember 2009, 13:07

Schönes Stück des Hersteller´s Resicka, Wien !

Dieser Hersteller ist meiner Erfahrung nach der am meisten zu findende Hersteller auf Klingen solcherart Blankwaffen.

Auch auf fast allen Faschinenmesser´n Modell 1915 ist auf den Klingen dieser Hersteller zu finden.


Gruß,

R.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Reibert« (12. Dezember 2009, 13:07)


7

Sonntag, 13. Dezember 2009, 17:27

Hallo Reibert, Vadding und Michael!!
Danke euch sehr für die sehr schönen von euch eingebrachten Beispiele und sehr klugen Kommentare.
Bin euch weiters dankbar, dass ihr durch eure Mithilfe dieses recht interessante Thema aufgebracht habt.
Es ist wichtig, dass möglichst viele Varianten gezeigt werden, da die grosse Vielfalt der ö.u. Sturmdolche für sich selbst, aber auch die vielen Produktvarianten noch nicht zur Gänze bekannt sind und wahrscheinlich mangels bekannter Unterlagen aus den Kriegszeiten leider auch niemals werden .
Allemal handelt es sich bei diesen Dolchen tatsächlich um wahrhaftige und historienbeladene Kampfwerkzeuge (die die Soldaten --natürlich-- vielfältig gebrauchten) der kuk Sturmtruppen und kein Spielzeug für die Repräsentation. Analog den kuk Pioniersäbeln werden gerade die wegen ihrer Praktibilität im nachfolgenden Zivilleben aufgebrauchten unscheinbaren Dolche in vollständigem Zustand immer seltener und natürlich (noch) sammelnswerter!
mlG Gerhard
A.E.I.O.U.

8

Mittwoch, 16. Dezember 2009, 09:46

Hallo, wieder sehr schoene Sachen da, ueber die letzte Stempelung wuerde ich aber nicht so sicher sein, Resicka Wien(wenn korekt, laut helm sammlern ist Resicka aus Siebenburgen heute in Rumaenien) hat einfaches R da , ohne den seitlichen abzweig, aus einer ungarischen Seite geht hervor es sollte ein anderes hersteller sein S.Rendtenbacher aus Linz.alles gute,Andy

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »AndyBl« (16. Dezember 2009, 09:48)


9

Mittwoch, 16. Dezember 2009, 10:20

Noch zum Michael erstes Stueck, da wurde auch von anderen Sammler bemerkt,das auf dem einigen WWF Stuecken die andere Seite mit diesem spezielen Stempel bestempelt ist, leider ist nicht bekannt, wenn das sein koennte, aber sehr wahrscheinlich koennte es ein lieferer von blanken klingen fuer die M17 Sturmmesser sein.alles gute,Andy

10

Mittwoch, 16. Dezember 2009, 19:04

Hallo AndyB!
Die doppelte Möglichkeit von Resicka (Helm/M17 Sturmdolch) ist bekannt und wurde im Forum schon einmal besprochen. Tatsache ist, dass "R." tatsächlich Helme gemacht hat. Es ist gut möglich, dass es der gleiche Resicka mit unterschiedlichen Vertretungen/Niederlassungen war ; Stahl ist Stahl, die Endprodukte sind jeweils andere, können wir aber hier nicht beweisen.
Die "ungarische Seite" ist neu, bitte dich daher um weitere Informationen darüber!
mlG Gerhard
A.E.I.O.U.

11

Donnerstag, 17. Dezember 2009, 07:58

Hallo, leider habe ich nicht hier jetzt das Link auf die ungarische Seite , aber wenn ich mich gut erinnere es kann man leicht finden durch der Namen der Firma und mit suchfunktion im google, er findet schon die richtige Seite, leider ist es in ungarisch, was ist nicht meine Sprache. Der eigene Stempel ist eine Modifikation vor aelteren SM stempel, wo der obere Teil mit S und kreuz nicht benutzt wurde .alles gute,Andy

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »AndyBl« (17. Dezember 2009, 08:00)


12

Freitag, 18. Dezember 2009, 18:14

Sehr interessante Information, ich danke dir, Andy!
Das "R" in dieser Form kannte ich so noch nicht!
mlG Gerhard
A.E.I.O.U.