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Sonntag, 20. Dezember 2015, 18:18

Württemb. Kavallerie-Säbel M 1859

Eisen-Bügelgefäss mit symmetrischem Stichblatt und acht kreisrunden Lochdurchbrüchen sowie zwei Längsschlitzen für Faustriemen. Auf Unterseite gelöschter Altstempel und der gültige "W.R.P.C.2.41." (Württemb. Reserve-Proviant-Kolonne, 2. Companie, Waffe Nr. 41). Zusätzliche "Kapsel" auf Unterseite zur besseren Klingenfixierung. Steckrückenklinge mit Schör auf Klingenkopf innen gestempelt "WEYERSBERG KIRSCHBAUM & CO. SOLINGEN" (1883 - heute). Aussen Abnahmemarke "M unter Krone" und Zahl "87" (Jahreszahl 1887). Schneide angeschliffen. Nummerngleich gestempelt Stahlblechscheide mit einem Ringband (unteres entfernt). Abnahmemarke auf Schlepper.

Gesamtlänge.......................1.025 mm
Säbellänge..........................1.000 mm
Klingenlänge..........................840 mm
Klingenbreite (max.)..................31 mm

Gruss
blankhans
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2

Montag, 21. Dezember 2015, 11:30

Hallo blankhans,

Bei diesem Säbelmodel war keiner 100%ig gleich wie der Andere. Es gab da fast immer irgendwelche Abweichungen.
Aber mit Steckrückenklinge habe ich den noch nicht gesehen.

Danke fürs zeigen, ein wirklich schönes Stück.

Gruß Bernd

3

Montag, 21. Dezember 2015, 11:40

Hallo Bernd,

vielleicht kannst Du einmal Bilder einer abweichende Ausführung einstellen?

Gruss
blankhans

4

Montag, 21. Dezember 2015, 12:52

Hallo blankhans,

hier ein paar Bilder meiner 59èr - bessere hab ich auf die schnelle nicht machen können.

Die beiden Säbel unterscheiden sich in der Art und Weise der Vernietung an der Griffkappe sowie an den seitlichen Lappen.
Der rechte Säbel ist um ca. 4 cm kürzer als der Linke. Beim rechten Säbel sind die Trageringe um einiges weiter auseinander.
außerdem ist an beiden Säbel der Abschluß am vorderen Stichblattende nicht vorhanden.( und war auch nie da!)

übrigens sind beide Säbel jeweils mit der Scheide nummerngleich gestempelt . (Train 13 und 2. Dragoner(württ.) )

Gruß Bernd
»olgaulan« hat folgende Bilder angehängt:
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5

Montag, 21. Dezember 2015, 12:55

Und dann hätte ich noch den hier:

Griff von einem M1817 aber.

Klinge und Scheide vom Reitersäbel 1859 , das Mundblech an der Scheide ist auch wieder anders.
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  • IMG_1394.JPG
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6

Montag, 21. Dezember 2015, 14:24

Hallo Bernd,

diese Unterschiede sind mir bis heute gar nicht so aufgefallen! Vielen Dank für Deine Erläuterungen.

Gruss
blankhans

7

Samstag, 26. Dezember 2015, 08:51

Württemb. Reiter-Säbel M 1859

Gefäss mit sieben runden Löchern und zwei ovalen Längsschlitzen für den Faustriemen. Leder-Fingerstrippe. Truppenstempel "13. T.E.184." (13. Train Ersatz-Bataillon, Waffe Nr. 184). Hersteller "GEBR. WEYERSBERG SOLINGEN". fast gleich gestempelte Stahlblechscheide (Waffennummer 197) .

Gesamtlänge.......................1.035 mm
Säbellänge.............................990 mm
Klingenlänge...........................840 mm
Klingenbreite (max.)..................31 mm
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Samstag, 26. Dezember 2015, 09:49

Sehr schön, so viele unterschiedliche Ausführungen zu sehen. Ist schon interessant.

Gruss
blankhans

9

Montag, 4. Januar 2016, 17:26

Von den Gebrüder Weyersberg habe ich auch noch einen gefunden, allerdings ohne Königskopf zwischen den Schriftzeilen. Der Truppenstempel lautet "I.M.XIII.4.67." (Infanterie-Munitions-Kolonne, 13. Armeekorps, 4. Eskadron, Waffe Nr. 67). Ebenfalls fast nummerngleich gestempelte Scheide "I.M.XIII.3.62."

Gesamtlänge......................1.020 mm
Säbellänge...........................980 mm
Klingenlänge.........................830 mm
Klingenbreite (max.).................31 mm

Gruss
blankhans
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10

Samstag, 6. Juli 2019, 21:25

Dieser Säbel stammt von "WEYERSBERG KIRSCHBAUM & CO. SOLINGEN" (ab 1883 - heute) und ist datiert 1888. Der gültige Truppenstempel lautet "B.T.XIII.93." (Brückentrain, Württemb. Train-Abteilung Nr. 13, Ludwigsburg 1871). Die Steckrückenklinge mit Schör hat auf der Aussenseite die Abnahmemarke "M unter Krone" sowie die Zahl "88". Sie ist durch eine zusätzliche "Kapsel" am Gefäss fixiert. Brünierte, nummerngleiche Stahlblech-Scheide.

Gesamtlänge......................1.030 mm
Säbellänge............................990 mm
Klingenlänge..........................830 mm
Klingenbreite (max.)..................31 mm

Gruss
blankhans
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11

Sonntag, 7. Juli 2019, 09:24

Danke Blankhans für den Beitrag. Als Schweizer Sammler finde ich den Vergleich zwischen dem Schweizerischen Modell 1867 für berittene Mannschaft und den würtenbergischen Kavalleriesäbeln sehr interessant in den Details. Die von olgaulan eingestellten Säbel sind dem schweizerischen Modell am ähnlichsten. Beide Länder scheinen als Modell das österreichische Modell übernommen zu haben.

Bei den Details fällt mir auf, dass die von oulgulan eingestellten Varianten sieben Löcher aufweisen, der schweizerische 1867er hat immer sechs Löcher symmetrisch angeordnet. Weiter weisen die von Blankhans eingestellten Varianten immer eine Rolle als Parierstangenabschluss des Korbes auf. Die von olgaulan gezeigten Varianten haben allesamt eine stabförmige Randverstärkung am Korb wie bei den schweizerischen Modellen und weisen nicht die geringste Andeutung eines Parierstangenabschlusses auf, genau wie die schweizerischen Modelle.

12

Montag, 8. Juli 2019, 21:18

Es sind manchmal nur Kleinigkeiten, die den Unterschied machen. Danke für die Erläuterungen.

Gruss
blankhans